Wohnungsbrand in der Eberbacher Altstadt / Ein Bewohner schwer verletzt

Am Freitag, den 24.04. wurde die Feuerwehr Eberbach in den frühen Morgenstunden zu einem Wohnungsbrand in die Eberbacher Altstadt gerufen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte in der Oberen Badstraße, drang bereits aus den Fenstern des zweiten Obergeschoss dichter Rauch. Außerdem waren durch die Fenster Flammen sichtbar. Nach Angaben weiterer Bewohner galt eine Person noch im Gebäude als vermisst.

Das Gebäude steht in der dicht bebauten Altstadt, die meisten Gassen um das Brandobjekt herum sind mit Fahrzeugen der Feuerwehr an dieser Stelle nicht zu befahren.Ein Atemschutztrupp des ersteintreffenden Löschgruppenfahrzeuges begab sich sofort in das Gebäude um nach der vermissten Person zu suchen und um die Brandbekämpfung zu beginnen. Ein weiterer Atemschutztrupp folgte kurze Zeit später in den Innenangriff. Der Atemschutztrupp der Drehleiter schaffte in der Dachgaube eine Abluftöffnung um das Gebäude schnellstmöglich rauchfrei zu bekommen. Außerdem wurde von außen der zweite Rettungsweg über die Drehleiter sichergestellt und das Dach auf eine weitere Brandausbreitung immer wieder kontrolliert. Der Schwerpunkt der Einsatzkräfte lag zu diesem Zeitpunkt bei der Menschrettung in dem komplett verqualmten Gebäude. Die Sicht war hier „gleich Null“, parallel dazu wurde ein Ausbreiten des Feuers auf Nachbargebäude verhindert.

Aufgrund der engen Bebauung in diesem Bereich der Altstadt entschied der Einsatzleiter die Nachalarmierung der Abteilungen Pleutersbach, Lindach und Rockenau um genügend Personal zum Wechseln des Atemschutzes vor Ort zu haben. Weiter sollten die Abteilungen die Gebäuderückseite der Einsatzstelle abdecken. Ebenfalls zur Einsatzstelle kam der Kreisbrandmeister des Rhein-Neckar-Kreises.Die vermisste Person wurde von einem Atemschutztrupp im Gebäude gefunden und schwer verletzt an den Rettungsdienst übergeben. Mittlerweile befindet sich diese nicht mehr in Lebensgefahr. Der Brand drohte auf den Dachstuhl überzugreifen, was aber durch die eingesetzten Atemschutztrupps verhindert werden konnte.Auf dem Lindenplatz wurde die Atemschutzsammelstelle für die Einsatzkräfte aufgebaut. Hier konnten die Atemschutzgeräteträger die gebrauchte Einsatzkleidung wechseln und die Geräte wieder einsatzbereit machen.

Vonseiten der Feuerwehr Eberbach waren aus den Abteilungen Stadt, Pleutersbach, Lindach und Rockenau insgesamt 58 Feuerwehrangehörige im Einsatz. Ebenfalls war der Rettungsdienst mit zwei Rettungswagen und einem Notarzt an der Einsatzstelle. Unterstützt wurde dieser durch den leitenden Notarzt sowie den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst und die Schnelleinsatzgruppe Brand der DRK Bereitschaft Eberbach. Das Polizeirevier Eberbach war mit zwei Streifen sowie den stellvertretenden Revierleiter im Einsatz. Weiter waren die Stadtwerke Eberbach sowie die Ortspolizeibehörde und der stellvertretende Bürgermeister an der Einsatzstelle in der Oberen Badstraße vor Ort. Der Sachschaden wird durch die Polizei auf ca. 200.000 € geschätzt.